Die TZR ist die erste vollständig privatwirtschaftliche touristische Marketingorganisation Deutschlands.
Um den wachsenden Anforderungen im touristischen Marketing gerecht zu werden und dem steigenden Wettbewerbsdruck durch andere Destinationen adäquat zu begegnen, beschloss der Tourismusverband Rügen e. V. im Jahr 2001, das Marketing aus der Verbandstätigkeit auszugliedern. Durch die Gründung einer Marketing GmbH sollte die Vermarktung Rügens professionalisiert und zukunftsweisend voran gebracht werden.
Weitere Gründe für die Ausgliederung waren:
bundesweiter Trend zur Ausgründung
Verlagerung der Verantwortung
Ehrenamtlicher Vorstand war zeitlich überfordert
Verkürzung der Entscheidungswege
Steigerung der Effizienz
Erhöhung der Flexibilität
Verbesserung der Wirtschaftlichkeit
Der Tourismusverband Rügen e. V. hat schwerpunktmäßig tourismus-politische Aufgaben übernommen wie Qualitätssicherung, Interessenvertretung seiner Mitglieder usw.
Die TZR wurde am 10. August 2001 gegründet und nahm am 2. Januar 2002 ihre Arbeit auf. Ein großer Teil der Geschäftsfelder, die Mitarbeiter und die Geschäftsstelle wurden vom Tourismusverband Rügen e. V. übernommen.
Aufgaben der TZR
Die Hauptaufgabe der TZR besteht in der Förderung des Tourismus auf Rügen, der touristischen Vermarktung der gesamten Insel und in der Belebung der Vor- und Nachsaison.
Neben der Marktforschung und der strategischen Entwicklung gehören dazu auch die Produktentwicklung und alle Maßnahmen der touristischen Vermarktung einschließlich des Vertriebs und der Kooperation.
Im Einzelnen sind folgende Aufgaben festgelegt, die betriebswirtschaftlich kalkuliert und kompetent erledigt werden:
Marktforschung und –analyse
Entwicklung von Marketingstrategien
Entwicklung und Vermarktung zielgruppenorientierter Produkte
Übergreifende Marketing-Kooperationen
Entwicklung der Marke „Rügen“
Überwachung der Gestaltungsrichtlinie
Durchführung von Werbemaßnahmen
Öffentlichkeits- und Pressearbeit
Merchandising
Vertrieb, Vermittlung
Insbesondere sind die jährliche Erstellung des Rügen-Kataloges (ca. 260 Seiten), weiterer zielgruppenspezifischer Druckwerke, Messeteilnahmen, Betrieb einer Informationsstelle, Versand von Prospektmaterial, internationales Marketing, Projektmanagement und die Betreuung der zentralen Domain www.ruegen.de zu nennen.
Ferner wird per Geschäftsbesorgungsvertrag die Erledigung der Aktivitäten des Tourismusverbandes Rügen e. V. wahrgenommen. Dafür steht der TZR insgesamt ein Jahresbudget von ca. 1.200.000 € zur Verfügung.
Organe der TZR
Ein Aufsichtsrat existiert nicht. Die Bildung eines Beirats, in dem Touristiker renommierter, überregional und national tätiger Firmen ihr Fachwissen einbringen, ist vorgesehen. Weitere Beratungs- und Fachgremien können bei Bedarf gegründet werden.
Die Gesellschafter der TZR sind Unternehmen aus verschiedenen touristisch relevanten und tourismusnahen Wirtschaftsbereichen. Insgesamt zählt die TZR derzeit 8 Gesellschafter mit dem Tourismusverband Rügen e. V. als Hauptgesellschafter und sieben weiteren. Gesellschafterversammlungen finden mindestens einmal jährlich statt.
Stammkapital
Das Stammkapital beträgt 200.000 €. Der Tourismusverband Rügen e. V. hält mindestens 51% aller Anteile.
Neue Gesellschafter dürfen zwischen 5 % und 10 % der Anteile erwerben. Dies entspricht 10.000 bis 20.000 € (1% = 2.000 €).
Eine etwaige Nachschusspflicht ist nach § 26 GmbHG beschränkt und entsteht erst bei Beschluss einer Mehrheit von ¾ der Anteile. Sie ist auf das Doppelte der jeweiligen Einlage nach oben begrenzt.
Marketingumlage
Da die TZR für alle Gesellschafter tätig wird, ist die Zahlung einer jährlichen Marketingumlage vorgesehen. Diese muss mit 2/3 Mehrheit beschlossen werden.
Die Umlage für jeden Gesellschafter (außer Tourismusverband) beträgt pro Prozentpunkt der jeweilig erworbenen Stammeinlage 1.500 € pro Jahr, zahlbar in zwei Raten. Damit ergeben sich Umlagen pro Gesellschafter in Höhe von 7.500 bis zu 15.000 €.
Da sich mehrere juristische oder natürliche Personen auch zu einem TZR-Gesellschafter zusammenschließen können, kann damit die finanzielle Belastung der einzelnen Partner erheblich reduziert werden.